Literatur
Schreiben ist für mich eine Form des Ausdrucks, die vieles möglich werden lässt. Über das Schreiben befinde ich mich in Zeit und Raum und Fühlen als auch mit der Freiheit verbunden, in unterschiedliche Zeiten und Dimensionen zu wandern. Erkenntnisprozesse und Poesie dürfen vereint sein.
Mit meiner Veröffentlichung des Buches: Der verbotene Genuss des Vergessens. Autobiografischer Essay (2003). Wien: Edition Garamond – gab ich diesem Ausdruck eine sichtbare Form in der Öffentlichkeit. Mit dem Schreiben dieses Essays war ich voller Rücksicht auf das traumatisierte Kind in mir, ich gab ihm Worte. Diese Worte waren berührend, oder auch schockierend für die Umgebung, die damals von diesem Kind nichts wußte. Es war ein tiefer heilsamer Schritt für mich, diesem verängstigten Kind, mit den „ganz eigenen Wahrnehmungen“ soviel Raum zu geben, und mich dem/r interessierten Leser/Leserin mit diesem Ausdruck zuzumuten.
Mit dem Schreiben des Essays hatte ich das Kind wiederbelebt, nun darf es diesbezüglich ruhen, und muß nicht immer wieder an diese schwere Zeit erinnert werden. Darum hatte ich auch die Lesungen bzw. die Öffentlichkeitsarbeit zu diesem Thema nicht mehr fortgesetzt.
Es folgt nun ein kurzer Auszug der berührenden Sprache zum Trauma:
„… Aber ganz sicher würdet ihr eine Antwort finden, die Vertrauen für das weitere Leben gibt. Ihr würdet nach einer Antwort suchen und jene finden, die dem Tod einen friedvollen Platz in diesem Leben zugesteht. … Wie gern hättest Du damals Deinen Widerstand im Gespräch geäußert, wie gern hättest Du die Erlaubnis erhalten, mit Menschen zusammen zu sein, die trotz des Todes, der plötzlich im Hause wohnte, ihre Kraft in sich behalten durften. Mit diesen kräftigen Menschen hättest Du gemeinsam über Sinn des Lebens und des Todes nachdenken können. Du hättest fragen und gehört werden können, in Deiner Ungewißheit, wie es denn möglich sei, ohne die Liebe der von Dir über alles geliebten Menschen das Leben fortzuführen. Ihr hättet den Mut und die Kraft haben können, zu überlegen, wie es möglich sein soll, Menschen nie mehr wieder zu sehen und zu verlieren.“ … (S.13-14)
Der Herbst 2011 wurde zum Anlaß, dieser Liebe zum Schreiben wieder mehr Zeit zu geben. So schreibe ich regelmäßig einen neuen lyrischen Beitrag in Form eines Gedichtes oder einer lyrischen Erkenntnisphrase für meine Website (Aktuelles Gedicht).
Die Jahre 2010-2011 waren der kreativen Entwicklung meiner Projekte und meiner Methodik gewidmet. Die Lyrik zum Downloaden bezieht sich auf die Jahre 2004-2009; die aktuelle Lyrik ab Sommer 2011:
Aktuelles Gedicht, 2012
Verloren und erworben, 2011
Alte Wunden, 2009
Barfuß, 2009
Begonnen hat es damit, 2005
Das Getrenntsein in der Vereinigung, 2006
Der Traum der schönen Salatwäscherin, 2007
Die Geschwindigkeit der Überraschung, 2005
Finstere Wolken, 2008
Habenichts, 2006
HERZ SCHLAG, 2005
Im Augenblick aufgehoben, 2004
Im Labyrinth der Worte, 2004
Nicht ein Wort, 2007
Oder bin ich es selbst, 2004
Palmengrün, 2009
Unverfroren, 2007
WordshopX2007, 12mal Lyrik bis 2007
Zum Dank an den Gesang von Dorothee, 2005