Prävention und Krisen - Ängste und Panik - Abschied und Trauern
Prävention:
Was kann man für eine gut erhaltene Gesundheit tun?
Selbstaufmerksamkeit ist ein Schlüssel, um die eigene körperliche Gesundheit beeinflussen zu können. Den Körper zu empfinden, fühlen zu können, wie es einem geht, ermöglicht ein rascheres Handeln: die körperlichen und emotionalen Bedürfnisse müssen nicht ignorant brach liegen gelassen bleiben. Jede Form von festen Überzeugungen und auferlegten Begrenzungen, auch als Unwissenheit und Schicksalsgläubigkeit, hält einen in einem Feld fest, das der Selbstkontrolle fern liegt, und auch der körperlichen Gesundheit erheblich schaden kann.
Beispiele: Druck- und Engegefühle in der Brust, hoher Blutdruck, Atemlosigkeit u.a. können mittels Selbstaufmerksamkeit beeinflußt werden. Schlafstörungen sind veränderbar. Ein ausgebrannter Körper im Sinne eines Burnout-Syndroms ist vermeidbar.
Trauer zulassen und loslassen können, Selbstbewußtsein und Mut üben, können schwierige psychische Belastungen verhindern.
In Krisensituationen eine Unterstützung zu suchen bzw. bereits im Kinder- und Jugendlichenalter Krisen ernst zu nehmen, sind wichtige präventive Ansätze für die körperliche und psychische Gesundheit.
Krisen:
Bei aktuell eingetretenen Krisen kann der Zugang über den Körper die Alarmreaktion mildern. Das Wohlbefinden wird gefördert, Kräfte und Klarheit werden gesammelt.
Krisenerlebnisse (in der Kindheit und Jugend) hinterlassen im Körper Verwundungen und eine Leere, die der Körper heilen möchte. In unserer Gesellschaft ist es nicht geläufig zu wissen wie das geht.
Einige hinterlassene Spuren sind Körperbereiche mit mangelnder Empfindsamkeit und eingeschränkter Beweglichkeit. Die Anfälligkeit zur Ausbildung chronischer körperlicher Beschwerden ist erhöht.
Beispiele: Beschwerden aufgrund der chronischen Anspannung und Alarmbereitschaft, wie schmerzhafte Verspannungen, Migräne, Kopfschmerzen, Verdauungsstörungen etc..
Chronische Beschwerden im Bauch, Verdauungssystem, Genitalbereich, unteren Rücken, in der Wirbelsäule, Menstruationsbeschwerden etc..
Ängste und Panik
Ein Beispiel für das Rätsel um die Angst: Die Angst, verletzt zu werden führt zu einem anpassenden Verhalten, das darin endet, eigene Ziele nicht kraftvoll verfolgen zu können. Die eigenen Bedürfnisse nicht ausdrücken zu können, führt zu einer Verlorenheit, zu mangelndem Selbstwertgefühl und einem Gefühl des Grolls und Unverstandenseins. Die Angst trennt einen vom Mut der Selbstverwirklichung ab.
Schritt 1/ Status quo erfassen: Wie entsteht das Angst- und Vermeidungserleben im Körper? Über eine Analyse (Fußanalyse) kann der aktuelle Zustand ersehen werden: der spezifische Zustand einzelner Körperbereiche; körperliche Beschwerdebilder; Zusammenhänge zu verfestigten Denk- und Verhaltensmustern, die das Angsterleben aufrechterhalten; Zusammenhänge zu Krisenereignissen.
Schritt 2/ gemeinsame Zielfindung und Prioritätensetzung: Aufbauend auf Schritt 1 kann nun die Auswahl der relevanten Techniken und Lektionen erfolgen. Weiters wird erwogen, inwieweit zusätzliche therapeutische Hilfen notwendig sind.
Schritt 3/ regelmäßiges Training in der Einzelstunde:
Verfestigte Denk-, Anspannungs- und Vermeidungsmuster, die im Zusammenhang mit Angst oder Panik stehen, werden körperlich erlebt" und über den Körper verändert. Das regelmäßige Training ist zur Schulung der vertiefenden Körperaufmerksamkeit erforderlich.
Themen:
das Bewältigen der aktuellen Stress-Situation aufgrund derÄngste- Verdauungsarbeit", Arbeit an den Ursachen, die die Ängste lebendig halten
der angemessene Umgang mit der Angst
Panikzustände entstehen oft aufgrund unbewältigter und unausgesprochener Themen, wie Mißbrauch in (früher) Kindheit und Jugend, sexuellem Mißbrauch, Aufwachsen mit einem psychisch erkrankten Familienmitglied bzw. Elternteil (Angst, selbst psychisch krank zu werden) u.a..
Panikzustände entstehen oft aufgrund von Schlußfolgerungen:
z.B. man muß für die Liebe immer etwas tun; die Liebe ist unberechenbar; man fühlt sich ungeliebt.
Panik entsteht oft aufgrund eines geringen Selbstwertgefühles.
Man bleibt mit dem Vergleichen zu anderen Personen beschäftigt; traut sich nicht umzusetzen oder auszudrücken, was man sich denkt, und hält sich in einer Übervorsicht zurück. Dadurch werden die Hindernisse noch unumstößlicher gesehen und erlebt.
Folgender Automatismus entsteht: immer mehr Zurückhaltung und weniger selbstverständliches Agieren führen zu mehr Panik und Hoffnungslosigkeit; ein permanenter Druck, aufgeben zu wollen, führt zu einem verzweifelten Kampf zwischen Selbstverantwortung und Abhängigkeit.
Abschied und Trauern - Über den Körper heilen und loslassen
Beim Verlust eines Angehörigen durch Tod oder Scheidung empfindet man als BetroffeneR Gefühle wie Verzweiflung, Wut, Schuld, Angst, Trauer, seelischen und körperlichen Schmerz, Einsamkeit, Hoffnungslosigkeit oder man verliert das Interesse am Leben. Manchmal gibt es Gefühle von Erleichterung und Befreiung.
Mit diesen verschiedenen Gefühlen kann man in der Trauerphase - oder auch länger danach - über den Körper umgehen lernen.Die Körperarbeit bietet mit diesem Umgang einen präventiven Ansatz, um Depressionen, Panik oder körperliche Krankheiten zu verhindern.
Beispiele: bei Trennung oder Tod des Partners, eines Elternteiles, eines Kindes; bei Verlusterlebnissen in (früher) KIndheit; Entscheidung gegen die Geburt eines Kindes; bei Fehlgeburten (bzw. Angst, ein Kind zu verlieren).
Über die individuelle Vorgangsweise wird in der ersten Stunde beraten.
Zum weiteren Schwerpunkt: